Die Zeitschrift für Männedorf

Herausgeber: Gewerbeverein Männedorf
 



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Aktuelle Ausgabe
FO 7/18 – Dezember 2018




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«Der Stern: Ein starkes Symbol»

Ein klarer Sternenhimmel in einer kalten Dezembernacht – das ist etwas so Schönes, dass es manchen zur Poesie veranlasst; z. B. so: «Sterne sind die Vergissmeinnicht der Engel» (Henry W. Longfellow). Die einen werden diesen Spruch wunderschön finden – die anderen etwas kitschig. Letztere denken beim Wort «Stern» vielleicht eher an ein ausgezeichnetes Restaurant, eine bequeme Automarke oder an spannende Science-Fiction- Filme. Und doch – auch die grössten Realisten und die lustigsten Spötter allen Kitsches beginnen zu staunen angesichts der Majestät eines Sternenhimmels. Astrologen und Astronomen versuchen dieses Staunen in Worte und Formeln zu fassen. Und das schon vor 2000 Jahren und mehr …

Drei Könige, Jupiter, Saturn und mehr

Wussten Sie, dass sich die Wissenschaft von den Sternen und der Glaube an die Sterne in der Geschichte von den drei Männern begegnen, die in einem Stall in Bethlehem landen? Wir kennen diese drei als «Könige»; tatsächlich aber spricht die Bibel von «Magiern, Sternkundigen». Man nimmt an, dass diese drei aus Babylon kamen, wo sie als Wissenschaftler und als Sterndeuter arbeiteten. Sie sahen am Himmel eine Besonderheit. Kein Sternenwunder, sondern eine stellare Besonderheit: Jupiter und Saturn kamen sich so nahe, dass sie wie ein grosser leuchtender Stern aussahen. Das war in dem Jahr, in dem Jesus geboren wurde. Diesem Leuchten wollten die drei auf den Grund gehen. Sie machten sich auf eine lange Reise – dem Stern folgend. Ich stelle mir vor, wie überrascht die drei am Ziel gewesen sind: Sie folgten einem Stern, um einen Star zu finden; aber sie fanden ein ärmliches Baby in einem erbärmlichen Stall. Das war für sie verwirrend und hinterliess uns eine weise Lehre: Der Mensch kann zwar (nach Gott oder nach dem Lebenssinn) suchen, aber letztlich wird er meistens etwas ganz anderes als das gezielt Gesuchte finden. Vielleicht macht der Suchende sogar die verblüffende Erfahrung, dass er oder sie (von Gott) gefunden wird.

Von kleinen Stars …

Oft genug ist es zum Glück so, dass wir uns finden lassen – von Gott oder von Menschen wie du und ich. Und hier und da sogar von Stars: Vielleicht kommen bald kleine «Stars» zu Ihnen. Anfang Januar machen sich die Sternsinger auf den Weg, um Häuser (bzw. eigentlich deren Bewohner) zu segnen und um Geld für einen guten Zweck zu sammeln. Ein schöner katholischer Brauch.

… und von grossen Stars

Wären Sie gerne ein Star? Wären Sie gerne eine bekannte Persönlichkeit, der rote Teppiche ausgelegt und Autogrammwünsche angetragen werden, der Jubel entgegenbrandet und eine grosse Sonnenbrille auf der Nase sitzt, damit man möglichst nicht erkannt wird?! Ein Star zu sein, ist etwas Herrliches, meinte einmal Marylin Monroe – und sie muss es ja wissen; aber sie fährt dann fort: «Aber man kann sich nicht in kalten Nächten daran wärmen.» Nein. Das wissen wir Normal sterblichen: Nicht unsre Erfolge schenken Wärme, sondern menschliche Nähe. Der Mensch kann dem Menschen Wärme schenken – z. B. durch herzliche Worte und gemeinsame Erfahrungen: durch Begegnungen am Christchindlimärt am 8. Dezember; durch Gottesdienste; oder durch gemeinsame Gesangserlebnisse. Ein solches bietet das Adventssingen am 13. Dezember in der «Gärtnerei zum Glück» oder der Adventskalender der Jugendmusikschule.

Sterne am nächtlichen Himmel sind so schön. Und für viele haben sie etwas zutiefst Tröstliches, denn: «Sterne, das heisst: Bei Gott brennt Licht» (Jules Renard) …

Eine sternenhelle Advents- und wärmende Weihnachtszeit wünsche ich Ihnen

Achim Kuhn, ref. Pfarrer

 

* Das Editorial wird abwechselnd von Mitgliedern des Gewerbevereins Männedorf, Gemeindevertretern oder Bewohnern aus Männedorf geschrieben.
 



Veranstaltungstipps


Dezember 2018


7. – 23.12
Kulturschüür:
Ausstellung Ursula Rentsch. Bilder. Vernissage:
Freitag, 7. Dezember. Siehe Seite 41

Samstag, 8. Dezember
Gewerbeverein und Gemeinde Männedorf: Christchindlimärt 2018.
Ausführliches Programm siehe Seite 26
Musikschule Männedorf: Musikalischer Adventskalender in der Gärtnereizum Glück. 16.00 Uhr

Sonntag, 9. Dezember
Harmonie Eintracht Männedorf: Jahreskonzert. Dirigent Gabriel Mayer Hétu hat mit der HEM ein anspruchsvolles Jahreskonzert einstudiert. Aus der Feder des deutschen Komponisten Markus Götz entstammt ein Werk, in welchem drei Schweizer Volkslieder verpackt sind. Erleben Sie Klänge und Tonfarben, wie sie nur aus unserem Land stammen können. Als Highlight des Konzerts darf sicher die wunderschöne Bearbeitung des einzigen Musicals der beiden ABBA Mitglieder Benny Andersson und Björn Ulvaeus genannt werden. Gemeindesaal Männedorf, 17.00 Uhr

Sonntag, 16. Dezember
Gewerbeverein Männedorf: Sonntagsverkauf von 11.00 bis 16.00 Uhr.
Schule Männedorf: Klavierduo-Matinee mit Karl-Andreas Kolly und Oana Popescu. Villa Liebegg, 11.15 Uhr. Siehe Seite 49
 


 

Redaktionsschluss

Redaktionsschluss für «Fischotter» Nr. 1/2019, Januar/Februar: 03.12.2018. Verteilung ab 30.12.2018
 


 

 

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